Zur Kolumne

politik&kommunikation ist das einzige deutsche Fachmagazin für politische Kommunikation. Für p&k analysieren die Autoren der Kampagnenpraxis, wie Politiker das Internet für Ihre Kampagnen nutzen können –
Unsere Kolumne im Archiv:

p&k

YouTube wird unterschätzt

In knapp einem halben Jahr rollt der Ball beim Eröffnungsspiel der Fußball-WM in Brasilien. Zu diesem Zeitpunkt werden tausende Menschen in den Austragungsstädten zwangsumgesiedelt, Bauarbeiter mit Hungerlöhnen abgespeist und Straßenhändler vertrieben worden sein. Das sind die Schattenseiten von Megasportevents. Wie man solche Themen in die Medienöffentlichkeit holen kann, zeigt einmal mehr die Schweizer Nichtregierungsorganisation Solidar […]Lesen »
Kampagnentrends Nr. 29

Auf zum Koalitions-Blog

Nach dem Online-Wahlkampf beginnt eine Zeit, in der das Internet und besonders die sozialen Netzwerke von den Parteien vernachlässigt werden. Das Wahlergebnis ist eingefahren, es beginnen die Sondierungen und Koalitionsverhandlungen – die niemanden interessieren. So scheint man zu denken. Dabei ist diese Phase eine der spannendsten in der Politik überhaupt. In Wahlprogrammen große Forderungen stellen […]Lesen »
Kampagnentrends Nr. 28

Ja nichts wegwerfen!

Irgendwann kommt der Moment, an dem die Wahllokale schließen. Die einen freuen sich, andere weniger. Und wenn man es genau nimmt, beginnt für die Sieger die eigentlich Aufgabe erst dann. Und trotzdem tun kommunikativ viele so, als wäre alles geschafft. Bei Kampagnen auf fast allen Ebenen ist mittlerweile angekommen, dass man während dem Wahlkampf «Kontaktdaten […]Lesen »
Kampagnentrends Nr. 27

An der Haustür

Über kaum ein anderes Wahlkampfinstrument sprechen die Parteistrategen derzeit so begeistert, wie über den Haustürwahlkampf. Er gilt als Geheimtipp schlechthin. Effizient, kostengünstig und wirksam. In den USA besser bekannt unter dem Begriff “Canvassing”. Und so scheint es einen neuen Kampagnen-Exportschlager aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu geben. Bei den Lobgesängen der deutschen Campaigner bleibt […]Lesen »
Kampagnentrends Nr. 26

Großhirn hat Pause

Auch wenn unser Großhirn prima mit Fakten umgehen kann, Argumente des Für und Widerers einer politischenIdee versteht, “10 gute Gründe” für eine Partei aufnehmen und verarbeiten kann, es trägt nicht zum guten Gefühl bei. Denn wir reagieren auf Kommunikation auch mit einem weiteren Teil unserer grauen Zellen: Im Limbischen System entstehen Freude, Angst, Zuneigung oder […]Lesen »
Kampagnentrends Nr. 25

Zusammen bezahlen

Die Idee ist nicht neu: Gemeinsam schaffen wir mehr als alleine. Wenn viele eine kleine Spende geben, ist es möglich, große Projekte und Kampagnen zu finanzieren. Neu ist, dass dies übers Internet immer einfacher wird, und alle, die etwas beitragen, über eine Webseite und über E-Mail ständig über »ihre« Kampagne informiert werden können. In der […]Lesen »
Kampagnentrends Nr. 24

Unterstützer (online) sammeln

Im September stehen neben der Bundestagswahl die Landtagswahlen in Bayern und Hessen an. Für die Parteistrategen gilt es also, die eigenen Mitglieder für den Wahlkampf zu aktivieren. Doch gerade das gelingt immer schwerer – zumal sich der Mitgliederschwund noch weiter fortsetzt und der Nachwuchs fehlt. Auch deshalb nehmen Nichtmitglieder als Unterstützer und Multiplikatoren im Wahlkampf […]Lesen »
Kampagnentrends Nr. 23

Alle Mühe umsonst?

“Wissenschaftler zweifeln am Erfolg von Politikern im Internet” – so schrieb es die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vor ein paar Wochen. Politiker machen sich viel Arbeit, am Ende liest es doch kaum jemand. Ist das wirklich so? So ganz stimmen kann das nicht. Peer Steinbrück zum Beispiel hat mehr als 20.000 Likes bei Facebook, einer seiner […]Lesen »
Kampagnentrends Nr. 22

Die Macht der Sprache

Politik achtet viel zu wenig auf Sprache. Und das, obwohl Sprache genau das ist, was Wirklichkeit schafft. Jahrtausende erzählen wir uns Geschichten und formen damit überhaupt erst Wirklichkeit. Wer die Realitäten, wer unsere Lebensumstände beschreiben will, muss Sprache pointiert verwenden. Und dabei kommt es darauf an, was beim Hörer tatsächlich ankommt, nicht was der Sender […]Lesen »
Kampagnentrends Nr. 21

Für weniger PDFs

Bis Anfang Oktober suchte die CDU auf Bundesebene die “CDU-Gesichter 2013”. Ihre Mitglieder sollten Menschen vorschlagen, deren Engagement stellvertretend für die CDU stehen kann. Diese werden dann fotografiert und im Bundestagswahljahr zu den einer groß angelegten Plakatkampagne. “Verpassen Sie der CDU Ihre Handschrift” ist das Motto der Kampagne – und Handschrift ist genau das richtige […]Lesen »
Kampagnentrends Nr. 20

Es geht um Inhalte

Gefühlte 80 Prozent aller Kandidatenwebseiten beschreiben den aufstrebenden Politiker als eine Kombination von „lösungsorientiert“, „zielstrebig“, „erfahren“ und dynamisch. Illustriert werden die Schlagworte jeweils durch ein nettes Portrait oder eine Aufnahme vom Politiker – vielleicht sogar mit Familie oder Freunden vor einem lokalem Wahrzeichen. Alles andere, werden die meisten gar nie mehr sehen. Zu schnell ist […]Lesen »
Kampagnentrends Nr. 19

Weniger ist mehr

Newsletter sind großartig. Damit kann man wichtige Nachrichten aus erster Hand erhalten, kurz und knapp informiert werden. Doch ist Knappheit und Effektivität dabei ein entscheidender Punkt. Wenn man bereits morgens von 20 Newsletter-Mails begrüßt wird, vergeht wahrscheinlich nicht nur mir die Lust, überhaupt eine der Mails zu öffnen. Dann wird vieles ungelesen gelöscht. Leider verstehen […]Lesen »
Kampagnentrends Nr. 18

Mehr Lebensgefühl

Wer Wahlkampf macht, hat vieles zu organisieren: Strategien entwickeln, Plakate und Kandidatenflyer gestalten und drucken, Veranstaltungen planen und durchführen, Websites aktuell halten, Pressekonferenzen organisieren, Mitglieder ansprechen. Klingt alles eher rational. Es ist ja auch richtig, wenn eine Kampagne sachlich und professionell geplant und durchgeführt wird. Bei aller Sachlichkeit bleibt dabei oft das Lebensgefühl auf der […]Lesen »
Kampagnentrends Nr. 17

Blick zurück mit Facebook

Ende März stellte Facebook seine Seiten für Unternehmen, Verbände und PolitikerInnen um auf die neue Chronik. Mit neuem Design, großem Titelbild und vor allem mit einem Blick zurück in die Geschichte. Facebook macht erlebbar, wie sich die Unternehmen oder Personen entwickelt haben – fast so, als würde man im Fotoalbum das Heranwachseneines Kindes nachvollziehen. Man […]Lesen »
Kampagnentrends Nr. 16

Schritt voraus

Während sich die republikanischen Kandidaten gegenseitig bekämpfen scheinen die Demokraten bereits einen Schritt weiter zu sein. Seit Monaten dreschen sie im Internet auf Mitt Romney ein. Das spricht für eine seriöse Analyse und langfristige Strategie. Die Demokraten scheinen gemerkt zu haben, dass Mitt Romney am Schluss mangels Alternativen nicht zu verhindern sein wird. Diese Erkenntnis […]Lesen »
Kampagnentrends Nr. 15

Parteizentralen im Wandel

Sofern nichts Dramatisches passiert, erwartet Deutschland 2012 wahlkampftechnisch gesehen ein recht ruhiges Jahr. Zeit also für die deutschen Parteien sich für das nächste Superwahljahr zu rüsten. Strukturelle und vor allem auch personelle Weichen müssen jetzt gestellt werden. Jetzt ist die Zeit dafür und nicht erst direkt vor der Wahl. Dafür braucht es auch neue Mitarbeiter, […]Lesen »
Kampagnentrends Nr. 14

Gute Pressemitteilungen sind schlechter Content

Internetauftritte von zahllosen lokalen Parteien und Regionalpolitikern kennen oft nur eine Form der Aktualität: Die Pressemitteilung. Während in Zeitungen und Radio kaum noch über Lokalpolitik berichtet wird, halten Ortsverbände von Parteien und Politiker im Wahlkreis stoisch an der Herausgabe klassischer Pressemitteilungen fest. Wer druckt die eigentlich noch? Internet sei dank, haben die Pressemitteilungen eine zweifelhafte, […]Lesen »
Kampagnentrends Nr. 13

Freunde bis 18 Uhr

Am Wahlabend zur Berliner Abgeordnetenhauswahl wurde auch anderswo gewählt: in Rüsselsheim zum Beispiel ein neuer Oberbürgermeister. Auch wenn sich nahezu alle Augen auf Berlin richteten – von Rüsselsheim können auch die Berliner Kampagnenmanager lernen. Nur 10 Minuten nach Bekanntgabe des vorläufigen Endergebnisses wandte sich der unterlegene Kandidat Jo Dreiseitel via Facebook an seine Wähler und […]Lesen »
Kampagnentrends Nr. 12

Politik an der Haustür

Agenturen reden gerne von Messbarkeit und Auflagen. Die Logik von Waschmittelwerbung – Claim, schönes Foto und dann wiederholen, wiederholen, wiederholen – wird damit auf die Politik übertragen. Das ist zwar nicht völlig falsch, aber nur ein Bruchteil der Wahrheit. Denn am Abstimmungssonntag geht es um Mobilisierung. Und das erreicht man weder durch Facebook-Likes noch durch […]Lesen »
Kampagnentrends Nr. 11

Das ungeliebte Kind

Die E-Mail ist und bleibt das ungeliebte Kind der deutschen Campaigner. Die unterhalten sich viel lieber über die Möglichkeiten, die Facebook, Twitter und neuerdings auch Google+ für die politische Kommunikation eröffnen. Wenn sie E-Mails als Kampagneninstrument hinzuziehen, dann nur, weil sie eben dazu gehören. Dabei gilt fast immer: Je schicker der Newsletter, desto größer der […]Lesen »
Kampagnentrends Nr. 10

Öffnet die Datenbank!

Die Strategen in den Parteizentralen sind gespannt, was sie sich dieses Mal von US-Präsident Obamas Internetwahlkampf abgucken können. Derzeit schickt sein Team Tausenden Sympathisanten Einladungen zu persönlichen 45-Minuten-Gesprächen: In der Nachbarschaft oder per Telefon. Ziemlich offline – aber über das Netz organisiert. Die Demokraten reaktivieren Beziehungen, um den Helfern in den kommenden 18 Monaten wiederum […]Lesen »
Kampagnentrends Nr. 9

Angela gefällt das

Karl-Theodor zu Guttenberg war noch keine 24 Stunden zurückgetreten, da hatten sich bei Facebook schon über 300.000 Unterstützer gefunden. Obwohl der eine oder andere spekulierte, es sei mit unlauteren Mitteln nachgeholfen worden: Die Facebook-Seite „Wir wollen Guttenberg zurück” ist mit 588.905 Unterstützern die erfolgreichste politische Gruppe im deutschen Internet. Das ist ein Erfolg des „Like-Buttons”. […]Lesen »
Kampagnentrends Nr. 8

Nur für iPad-Nutzer

iPhone-Apps versprechen uns ein besseres Leben: Sie dienen als Gesundheitsratgeber, ausgefallene Wecker und Reiseführer. Immer mehr Politiker wollen darum ihren eigenen Stern am App-Himmel. Dabei wird gerne vergessen: Eine App alleine schafft keinen Wert – und erst recht kein Bedürfnis. Zum Beispiel wollen sich Leute dann über die CDU informieren, wenn sie ein Interesse an […]Lesen »
Kampagnentrends Nr. 7

Nutze die ruhige Zeit

So hatten sich das die Hamburger Wahlkämpfer sicher nicht vorgestellt. Statt ein entspanntes wahlkampffreies Jahr zu genießen, müssen sie nach dem Scheitern der schwarz-grünen Koalition innerhalb kürzester Zeit Kampagnen für die Neuwahl aus dem Boden stampfen. Keine leichte Aufgabe. Wieder werden schnell neue Internetseiten zu den Kampagnen erstellt. Dabei liegt gerade hier ein Denkfehler. Noch […]Lesen »
Kampagnentrends Nr. 6

Digitaler Marktplatz

Politiker – besonders die vor Ort – müssen Ohr und Augen aufs Volk richten: Wo gibt es Schwierigkeiten, wo ist Hilfe nötig? Sie treffen sich auf dem Wochenmarkt und unterhalten sich über lokale Themen mit freiwilligen Feuerwehrleuten, Mitgliedern des Karnevalsvereins, Elternvertretern, Landwirten oder den Nachbarn aus dem Stadtviertel. Heute treffen wir uns auch im Internet […]Lesen »
Kampagnentrends Nr. 5

Die wichtigen Dinge

Daniel Rousta, der Wahlkampfleiter der SPD in Baden-Württemberg, sprach kürzlich in einem Interview mit p&k darüber, wie Parteien das Internet einsetzen: Wenn man sich darauf verlasse, sagte er, über das Internet oder eine iPhone-App zigtausend Menschen zu erreichen, übersehe man die wirklich wichtigen Dinge. Rousta hat vielleicht gar nicht bemerkt, wie sehr er Recht hat. […]Lesen »
Kampagnentrends Nr. 4

Mehr als „Gefällt mir“

Im Marketing, in der PR und in der politischen Kommunikation kommt niemand mehr ums Web 2.0 herum. Je nach Einsatzbereich scheinen die Inhalte etwas anders, die Ideen aber immer dieselben. Eine Fanseite auf Facebook, ein Account bei Twitter, vielleicht wird noch etwas gebloggt, und alle Fotos gehören natürlich auf Flickr. Hinter den meisten Kampagnen steht […]Lesen »
Kampagnentrends Nr. 3

Gauck hat’s verstanden

Warum wurde Joachim Gauck diesen Sommer zum Internet-Shootingstar? Eigentlich sprach alles dagegen. Er ist schon älter und hatte sich dazu bekannt, das Internet kaum zu nutzen. Und doch gründeten etliche Personen Facebookgruppen, starteten Twitterkampagnen, verschickten Unterstützungsmails im Freundeskreis und forderten in Foren zu seiner Wahl auf. Alles, wovon Online-Campaigner träumen. Gauck inspirierte. Er verkörperte das, […]Lesen »
Kampagnentrends Nr. 2

Mit Überzeugten punkten

Die deutschen Parteien haben im Wahlkampf aufs Netz gesetzt. Sie wollten auffallen, so wie im Fernsehen, in Zeitungen und auf Plakaten. Sie richteten vor den Wahlen schnell Facebookprofile ein, twitterten aufgeregt oder starteten hektisch Blogs. An allen Webfronten präsent sein, war die Devise. Zuviel PR-Gerassel. Dabei haben sie vergessen: Die glaubwürdigsten Vermittler politischer Ideen sind […]Lesen »
Kampagnentrends Nr. 1