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politik&kommunikation ist das einzige deutsche Fachmagazin für politische Kommunikation. Für p&k analysieren die Autoren der Kampagnenpraxis, wie Politiker das Internet für Ihre Kampagnen nutzen können

p&k

Es geht um Inhalte

Gefühlte 80 Prozent aller Kandidatenwebseiten beschreiben den aufstrebenden Politiker als eine Kombination von „lösungsorientiert“, „zielstrebig“, „erfahren“ und dynamisch. Illustriert werden die Schlagworte jeweils durch ein nettes Portrait oder eine Aufnahme vom Politiker – vielleicht sogar mit Familie oder Freunden vor einem lokalem Wahrzeichen. Alles andere, werden die meisten gar nie mehr sehen. Zu schnell ist der Browser zu und die Webseite weg. Die Zugriffszahlen sind auch entsprechend. Und wenn jemand beim Profi um Rat fragt, wird gerne eine SEO, eine „Search Engine Optimisation“ empfohlen – also eine Optimierung der Findbarkeit durch Google. Und das zielt völlig am Problem vorbei. Diese Webseiten werden nicht aus technischen Gründen nicht gefunden. Sie bieten schlichtweg keine relevanten Inhalte – oder verstecken diese in Seitenlangen Positionspapieren. Wieso soll dann auch jemand kommen? Abhilfe schafft nur eines: Investieren Sie Zeit und Geld in ihre Inhalte. Fassen Sie ihre wichtigsten Forderungen kurz und verständlich zusammen, lassen Sie zentrale Fakten doch einmal durch einen Graphiker nett aufbereiten.

Und das gilt weder nur für die Website noch nur für Kandidaten. Wenn Sie gesehen werden wollen, müssen Sie etwas bieten. Ob auf der Webseite der Orts- oder Kreispartei, in den Sozialen Medien und natürlich auch auf ihrem Flugblatt.

Kampagnentrends Nr. 19