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politik&kommunikation ist das einzige deutsche Fachmagazin für politische Kommunikation. Für p&k analysieren die Autoren der Kampagnenpraxis, wie Politiker das Internet für Ihre Kampagnen nutzen können

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Ja nichts wegwerfen!

Irgendwann kommt der Moment, an dem die Wahllokale schließen. Die einen freuen sich, andere weniger. Und wenn man es genau nimmt, beginnt für die Sieger die eigentlich Aufgabe erst dann. Und trotzdem tun kommunikativ viele so, als wäre alles geschafft. Bei Kampagnen auf fast allen Ebenen ist mittlerweile angekommen, dass man während dem Wahlkampf «Kontaktdaten generiert» und seine (potentiellen) Wähler dann über diese per E-Mail, Facebook, Twitter oder auch per Post informiert, manchmal sogar den Austausch und Dialog mit ihnen sucht. Aber danach, wenn es eigentlich zählt, gehen diese Kontakte oft vergessen. Dabei wären sie erst dann in vielerlei Hinsicht wertvoll und spannend. Nicht nur könnte die Widerwahlkampagne mit einem Stock guter Adressen gestartet werden. Über die Amtszeit hinweg können die Wähler/-innen auf dem laufenden gehalten werden, sie können zum Handeln aufgefordert werden, etwa bei Online-Petitionen, oder in gewissen Sachfragen sogar um ihre Meinung gebeten werden, beispielsweise über ein Diskussionsforum oder Online-Abstimmung. Die Möglichkeiten sind riesig, die Chancen die Wähler/-innen zu binden auch. Jetzt müsste das von den Neugewählten nur noch umgesetzt werden.

Kampagnentrends Nr. 27