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Mehr Lebensgefühl

Wer Wahlkampf macht, hat vieles zu organisieren: Strategien entwickeln, Plakate und Kandidatenflyer gestalten und drucken, Veranstaltungen planen und durchführen, Websites aktuell halten, Pressekonferenzen organisieren, Mitglieder ansprechen.

Klingt alles eher rational. Es ist ja auch richtig, wenn eine Kampagne sachlich und professionell geplant und durchgeführt wird. Bei aller Sachlichkeit bleibt dabei oft das Lebensgefühl auf der Strecke.

In Wahlkampfslogans von Parteien geht’s nicht darum, den moralischen Zeigefinger zu erheben und zu sagen, was die richtige Lebensweise ist. Wähler schätzen keine Besserwisser. Egal ob bei Finanzen, Kinderbetreuung oder Ladenöffnungszeiten.

Wenn es gelingt, das Lebensgefühl der Wähler in der Region aufzunehmen und es mit der eigenen Partei zu verknüpfen, dann wird daraus ein kommunikativer Selbstläufer. So wie beim Plakat “Currywurst ist SPD” in Nordrhein-Westfalen. Und wenn sich anderen Parteien an das angesprochene Lebensgefühl nicht ranhängen können, weil es nicht zu ihnen passt, dann ist es ein Alleinstellungsmerkmal. Selbst wenn es Kontroversen auslöst.

Currywurst ist eben nicht CDU, FDP, Grüne, Linke oder Piraten.

 

Kampagnentrends Nr. 17