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politik&kommunikation ist das einzige deutsche Fachmagazin für politische Kommunikation. Für p&k analysieren die Autoren der Kampagnenpraxis, wie Politiker das Internet für Ihre Kampagnen nutzen können

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Zusammen bezahlen

Die Idee ist nicht neu: Gemeinsam schaffen wir mehr als alleine. Wenn viele eine kleine Spende geben, ist es möglich, große Projekte und Kampagnen zu finanzieren. Neu ist, dass dies übers Internet immer einfacher wird, und alle, die etwas beitragen, über eine Webseite und über E-Mail ständig über »ihre« Kampagne informiert werden können. In der Schweiz konnte so der Zürcher Mieterverband eine Plakat- und Inserate-Kampagne für faire Mieten finanzieren (www.beiss-den-hai.ch), und zurzeit läuft eine Kampagne der Gewerkschaft Unia (www.abzockerstoppen.ch), die auf einem ähnlichen Prinzip basiert. „Wie bezahlen?“ ist bei Kampagnen immer eine zentrale Frage. Eine Antwort kann Crowdfunding sein. Fast wichtiger ist aber der zweite Mechanismus, der beim Crowdfunding spielt: die Bindung zwischen Spender und Organisation. Hat jemand einmal gespendet und wurde er über Web und E-Mail ständig über die Kampagne informiert, gewinnt man nicht nur einen potentiellen Mehrfachspender, sondern auch einen überzeugten Unterstützer oder Wähler, der die Kampagnen-Botschaften in seine Kreise trägt. Crowdfunding für politische Kampagnen steckt zwar noch in den Kinderschuhen – könnte diesen aber bald entwachsen.

Kampagnentrends Nr. 24