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Report Nr. 1
7. Oktober 2009

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Hamm: Bürger zeigen online Probleme in ihrer Nachbarschaft auf

Die SPD setzte für die Kommunalwahl in Hamm auf Zusammenarbeit mit der Bevölkerung: Die Bürgerinnen und Bürger zeigten der Partei im Internet auf, wo bei ihnen in der Nachbarschaft der Schuh drückt. Die SPD hörte zu und kümmert sich nun öffentlich sichtbar und gemeinsam mit den Betroffenen um die Probleme. Sie und ihre Oberbürgermeisterkandidatin leben damit vor, dass sie die Probleme vor Ort ernst nehmen und gemeinsam mit den Betroffenen lösen wollen.

Die SPD hat sich in der Stadt Hamm den Ruf als Partei erarbeitet, die sich in Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern um die Probleme in der Nachbarschaft kümmert. Zur Kommunalwahl im August 2009 setzte sie zusammen mit der Agentur Johanssen + Kretschmer die Mitmachkampagne »Jetzt Hamm!« um.

ausrufezeichen_hammIm Zentrum der Kampagne stand die Website jetzthamm.de, auf der Bürgerinnen und Bürger Probleme beschreiben, auf einer Stadtkarte mit einem Ausrufezeichen verorten und so der SPD melden konnten. Zeitgleich mit dem Start der Website brachten Freiwillige der SPD in der ganzen Stadt 1.500 Plakate rund um Problemzonen wie überlastete Strassen oder renovationsbedürftige Kindertagesstätten an. Die Plakate zeigten einzig ein großes Ausrufezeichen und weckten das Interesse der Bevölkerung.

Kontakte gewinnen

1_Hamm_ScreenshotEinige Tage später ersetzten die Freiwilligen die Ausrufezeichen durch Informationsplakate, die für das Problem vor Ort die Lösungsvorschläge der SPD präsentierten und auf die Möglichkeit verwiesen, im Internet weitere Probleme zu markieren. Zeitgleich verschickte die SPD an alle Mitglieder, Sympathisanten und wichtige Multiplikatoren in der Stadt, die sie in ihrer E-Mail-Datenbank hatte, eine E-Mail. Auch diese enthielt nur das große Ausrufezeichen und provozierte so Neugier. Durch Klicken darauf gelangten die Empfänger auf die Kampagnenwebsite mit dem Stadtplan. Außerhalb des Internets bewarben Standaktionen und Postkarten die Kampagne zusätzlich.

Alle, die ein Problem markierten, teilten der SPD ihre E-Mail-Adresse mit. Die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin Monika Simshäuser versprach ihnen und der Öffentlichkeit, sich um die Probleme zu kümmern. Interessierte konnten ihre E-Mail-Adresse ebenfalls hinterlegen. Die SPD informierte sie in der Folge über konkrete Maßnahmen, kontaktierte sie für weitere Zusammenarbeit und band sie in ihre Wahlkampagne mit ein.

Langfristiger Beziehungsaufbau

Auf einer Pressekonferenz vor der Wahl präsentierte die Bürgermeisterkandidatin den Problemkatalog mit Lösungsvorschlägen. Dieser ist seit der Wahl Bestandteil der Arbeit der SPD-Fraktion im Stadtrat. Und wo nötig setzt sich die SPD auf einer höheren politischen Ebene für Lösungen ein. Mit den Betroffenen und Interessierten bleibt sie ständig in Kontakt, informiert sie und baut eine langfristige Beziehung zu ihnen auf. Sie will sie nicht bloß kurzfristig als Wähler, sondern langfristig als aktive und engagierte Unterstützer vor Ort gewinnen.

Die HammSPD will die Kampagne weiter ausbauen. Sie hat Interesse am Ideen- und Gedankenaustausch zur Kampagne mit anderen Organisationen. Kontaktperson ist Marc Herter.