Die Fußball Weltmeisterschaft bringt Südafrika für einige Wochen in den Mittelpunkt des weltweiten Interesses; allem was mit Fußball und Südafrika zu tun hat, ist eine gewisse Grundaufmerksamkeit gewiss. Dies nutzt das Schweizer Arbeiterhilfswerk SAH aus, um im Rahmen seiner Kampagne gegen die Ausbeutung von Arbeitern in Südafrika für neue Mitglieder zu werben.
Unverbindlicher erster Kontakt über Facebook

Übergabe der Petition am Sitz der FIFA
Beim ersten Kontakt sollte sich niemand durch eine Verpflichtung abgeschreckt fühlen. Deshalb wurde mit Facebook ein sehr leicht zugänglicher Kanal ausgewählt. Unter dem Motto »Ich zeige Sepp Blatter die gelbe Karte« gab es eine Online-Petition. Sie forderte, dass sich die FIFA aktiv gegen die Ausbeutung von Arbeitskräften rund um die WM einsetzt. Unterzeichnen konnte man auf einer eigens dafür geschaffenen Facebookseite. Lanciert wurde die Petition über die persönlichen Kontakte der Kampagnenmachen und über bezahlte Werbung auf Facebook. Innerhalb weniger Wochen unterzeichneten mehrere tausend Personen. Und viel wichtiger: Zu allen Unterzeichnern hatte das SAH über E-Mail und Facebook einen direkten Weg um weitere Informationen zu vermitteln.
Konstantes Informieren und Unterhalten
Ab dem Zeitpunkt des Unterschreibens wurde sichergestellt, dass die Verbindung zu den neuen Kontakten nicht abriss und im besten Fall ständig intensiver wurde. In der ersten Phase wurden regelmässig aktuelle Geschehnisse aufgegriffen und kommentiert, ein Online-Film präsentiert oder zu einer E-Mail-Kampagne aufgerufen. Kurz vor dem Anpfiff der Weltmeisterschaft erreichte die Kampagne einen ersten Höhepunkt mit der medial geschickt inszenierten Übergabe von über 13.000 Unterschriften.
Zunehmend in Aktivitäten einbinden
In ihrer letzten Phase versuchte die Kampagne die neuen Kontakte noch stärker einzubinden. Einerseits mit einem Tippspiel zur WM, das durch die immer neu eintreffenden Resultate aktuell blieb. Andererseits durch einen Fundraisingaufruf, der ebenfalls mit der Fußball Weltmeisterschaft verknüpft war. Über eine sogenannte Torspende konnte man sich verpflichten, für jedes Tor, das sein Team erzielte einen bestimmten Betrag zu spenden.
Ganz in der Logik der Kampagne, dass Engagement von ganz unten aufzubauen bildet die Mitgliedschaft den Abschluss der Kampagne. Über E-Mail werden die neuen Personen direkt dazu aufgerufen dem Arbeiterhilfswerk beizutreten und, falls so gewünscht, auch weiterhin auf dem laufenden gehalten.

